[Rezension] Die goldenen – Tage Monica Sabolo

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Die goldenen Tage von Monica Sabolo

Die 1960er-Jahre sind ein Jahrzehnt, das mich immer irgendwie magisch anzieht. Die Musik, die Mode, Kultserien wie „Mit Schirm, Charme und Melone“, Midcentury Design und Geschichten über die mondänen Partys des Jetsets – und genau darum geht es auch in Die goldenen Tage von Monica Sabolo. Als ich den Klappentext dieses Buches las, war es gleich um mich geschehen!

Über die Autorin. Monica Sabolo wurde 1971 in Mailand geboren und lebt heute als Schriftstellerin und Journalistin in Paris. Ihr autobiographischer Roman Das hat alles nichts mit mir zu tun wurde mit dem Prix de Flore ausgezeichnet. Der Erfolg dieses Buches war Anlass, ihren Job als Chefredakteurin der Zeitschrift Grazia zu kündigen und sich ganz dem Schreiben von Drehbüchern zu widmen.

Über das Buch. Das schweizerische Crans-Montana in den 1960er-Jahren. Jedes hält sommers wie winters der mondäne Jetset in dem Gebirgsort Einzug und mit ihm die drei Cs: Chris, Charlie und Claudia. Regelmäßig treffen sich die drei Freundinnen in Crans, man sieht sie im Nachtclub, auf der Piste, am Pool oder im Tennisclub – aus der Ferne werden die betörenden und unnahbaren jungen Frauen beneidet, begehrt und heimlich beobachtet. Das Buch begleitet die drei Cs auf ihrem Weg von Teenagern zu erwachsenen Frauen, durch Höhen und Tiefen, beim Siegen und beim Scheitern, und dabei stets auf der Suche nach Liebe, Leichtigkeit und einem erfüllten Leben.

Wir lernen die drei Cs zunächst durch die Augen der „Jungs“ kennen, einer Gruppe Jugendlicher, die sich im Dunstkreis von Chris, Claudia und Charlie bewegen, ihnen aber nie näher kommen und sie daher aus der Ferne beobachten und bewundern. Wir erfahren, wie die drei Cs sich in Crans-Montana bewegen und im mondänen Trubel ihre tiefen Spuren hinterlassen, oft in Form von gebrochenen Herzen, nicht erwiderter Zuneigung und stiller Bewunderung. Auch erfahren wir, dass die drei Cs sich, sehr zum Leidwesen der „Jungs“, gerne in Begleitung der „Italiener“ zeigen. Im weiteren Verlauf des Buches wechselt die Erzählperspektive: Als Claudia, Charlie und Chris älter werden und schließlich zu nicht weniger betörenden Frauen heranwachsen, wird das Buch aus der persönlichen Perspektive der drei Cs erzählt. Und so wird deutlich, dass im Leben des Jeunesse Dorée, zwischen Geld, Champagner und extravaganten Partys nicht alles Gold ist, was glänzt und der güldene Schein oft trügt. Oft sind es eine Leere und ein ewiges, oft erfolgloses Suchen nach wahrer Erfüllung und echter Liebe, die in den Leben der drei Cs den Takt vorgibt.

Ich habe Die goldenen Tage von Monica Sabolo in nicht einmal zwei Tagen gelesen. Kaum hatte ich das Buch aufgeschlagen, war ich auch schon in der Handlung gefangen. Monica Sabolo ist gelungen, ein unglaublich fesselndes und faszinierendes Portrait der mondänen Gesellschaft der 1960er-Jahre zu schaffen. Dabei werden die Charaktere auf den Pisten von Crans-Montana, im Tennisclub und auf extravaganten Partys so lebendig, dass man sich nur noch in seinen Eames Lounge Chair fallen lassen möchte, um nach einem Martini zu verlangen, während der Pfau im Garten seine Räder schlägt.

Die goldenen Tage / Monica Sabolo / 213 Seiten (Taschenbuch) / erschienen im Suhrkamp Verlag (29. Oktober 2016) / ISBN-10: 3518467212 / ISBN-13: 978-3518467213 / 10,00 € (Taschenbuch)

Suhrkamp Verlag  Amazon

Ich habe das Buch bei Lovelybooks im Gegenzug für eine ehrliche Rezension erhalten

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