Gruseliges

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Seit auch hierzulande Halloween immer stärker Einzug hält, verbindet man auch den 31. Oktober immer weniger mit Martin Luther (das könnte sich nächstes Jahr ändern!) und immer mehr mit Monstern, Hexen, Zombies und dergleichen. Aus diesem Anlass möchte ich Euch hier einige Bücher vorstelen, die Euch auch literarisch das Gruseln bereiten.

Krabat von Ottfried Preußler

Ein echter Klassiker und eines meiner absoluten Lieblingsbücher. ich weiß gar nicht, wie oft ich es schon gelesen habe, aber jedes Jahr kommt ein weiteres Mal dazu. Einmal im Jahr Krabat zu lesen – immer im Oktober oder November – gehört zu meinen festen Leseritualen.

Die Geschichte des Waisenjungen Krabat, der in der Mühle im Koselbruch bei Schwarzkollm in die Kunst der Schwarzen Magie eingewiesen wird, basiert auf einer sorbischen Volkssage aus dem 17. Jahrhundert.

Krabat, ein Waisenjunge, begibt in der Mühle im Koselbruch in die Lehre. Er möchte das Müllerhandwerk lernen, in der Mühle werden ihm jedoch noch ganz ander Dinge vermittelt. Zunächst ist Krabat fasziniert und mit sehr viel Eifer und Ehrgeiz bei der Sache. Als sich aber immer wieder die gleichen geheimnisvollen und schrecklichen Ereignisse wiederholen, beginnt er die Dinge in der Schwarzen Mühle zu hinterfragen und will diese verlassen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn er ist mit seinem Lehrmeister einen furchtbaren Pakt eingegangen.

Schaurig, düster, atmosphärisch, spannend und auch unheimlich schön – die Geschichte von Krabat ist eine Geschichte von Freundschaft, Loyalität und Liebe. Und das alles vor einem so gruseligen Hintergrund, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. Verpackt ist alles zudem in eine ganz wunderbare Sprache! Genau das Richtige für dunkle Oktober- und Novemberabende.

 

We Have Always Lived in the Castle von Shirley Jackson

Dieses Buch ist ebenfalls ein Klassiker, ein Klassiker der englischsprachigen Gruselliteratur. We Have Always Lived in the Castle von Shirley Jackson.

Shirley Jackson ist eine US-amerikanische Schriftstellerin (oder sollte ich schreiben war, denn sie lebte von 1916 bis 1965, sie ist also bereits verstorben), die besonders durch ihre unheimlichen Kurzgeschichten und Schauerromane bekannt wurde.

We Have Always Lived in the Castle wurde 1962 veröffentlicht und handelt von der 18-jährigen Mary Katherine Blackwood, genannt Merricat, die mir ihrer Schwester Constance und ihrem gebrechlichen Onkel Julian in einem alten Herrenhaus am Rande eines kleinen Ortes lebt. Sie leben sehr zurückgezogen und werden von den Einwohnern des Ortes gemieden, seit Constance vor einigen Jahren den Rest der Familie vergiftet haben soll. Als plötzlich ein entfernter Cousin von Merricat und Constance an die Tür des Herrenhauses klopft und in das Leben der drei eindringt, muss Merrikat ihre verbliebene Familie nicht mehr nur gegen die Dorfbewohner verteidigen.

We have Always Lived in the Castle liefert sehr feine und subtile Gruselmomente. Die Geschichte wird mit leisen Tönen erzählt und bedient sich des Absurden und Skurrilen. Das Unheimliche schleicht sich dabei leise von hinten an.

 

The Haunting of Hill House von Shirley Jackson

Noch ein Klassiker von Shirley Jackson. The Haunting of Hill House wurde 1959 veröffentlicht und diente u.A. als Vorlage für den Film The Haunting aus dem Jahr 1999 mit Liam Neeson, Catherine Zeta-Jones und Owen Wilson in den Hauptrollen verfilmt wurde.

The Haunting of Hill House erzählt die Geschichte von Dr. Montague, der sich mit paranormalen Phänomen befasst. Zu diesem Zweck lädt er die junge Eleanor, der schon mehrmals Übersinnliches widerfahren ist, nach Hill House ein, um ihre Persönlichkeit zu erforschen. Auch anwesend sind Theodora, Dr. Monatgues Assistentin und Luke, der Erbe von Hill House. Schon bald scheint das Haus seine eigene Pläne mit den vier Besuchern zu haben und die Ereignisse geraten außer Kontrolle.

Auch diese Geschichte wird mit ruhigen und leisen Tönen erzählt und lieffert dabei exzellenten psychologischen Horror.

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Gruseln und passt auf, wem ihr am Montag (und überhaupt) die Tür öffnet!

 

 

 

 

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