[Gelesen/Wrap Up] Juni

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Der Monat Juni lässt sich als Lesemonat recht einfach zusammenfassen: kurz und gut. Vier Bücher habe ich gelesen, alle waren auf ihre Weise großartig. Hier der Überblick mit jeweils einer kurzen Angabe zum Inhalt.

Die Schneelöwin von Camilla Läckberg

Ein junges Mädchen wird schwerverletzt auf einer Landstraße von einem Auto erfasst und stirbt einige Tage später im Krankenhaus. Sie ist eines von mehreren Mädchen, die in der Nähe von Fjällbacka vermisst werden. Patrick Hedström ermittelt in dem Fall und wird dabei (ein wenig widerwillig) von seiner Frau, der Schriftstellerin Erica Falk, unterstützt. Erica recherchiert für ihr nächstes Buch in einem Frauengefängnis und stößt hier auf Erkenntnisse, die auch für Patricks aktuellen Fall hilfreich und interessant sind. Was ist vor über 30 Jahren im „Haus des Schreckens“ wirklich passiert? Wurde bei den Ermittlungen etwas übersehen? Und wie können Ericas Rechercheergebnisse im Fall der vermissten Mädchen helfen?

Camilla Läckberg ist einfach ein Garant für einen spannenden, fesselnden Krimi in bester skandinavischer Tradition. Ein toller, flüssiger Erzähl- und Schreibstil, ein logisch aufgebautes Gerüst und obwohl ich alle Bücher von Camilla Läckberg kenne, hat sie es doch geschafft, mich am Ende zu überraschen. Ich mag ihre Bücher einfach. Sehr.

 

Der Sohn von Jo Nesbø

Für Sonny Lofthus brach eine Wet zusammen, als sein Vater, ein Polizist und sein großes Vorbild, zugab, korrupt gewesen zu sein und sich daraufhin das Leben nahm. Sonny geriet auf die schiefe Bahn und landete im Gefängnis. Hier erfährt er jetzt, dass alles damals ganz anders gewesen ist und sein Vater von Menschen, denen er vertraute, hereingelegt wurde. Sonny fasst den Plan, aus dem Gefängnis auszubrechen und an den wahren Schuldigen von damals Rache zu nehmen.

Um eines mal vorweg zu nehmen: Auf Jo Nesbø lasse ich nichts kommen. Wirklich gar nichts. Er ist mein unangefochtener König der Krimiautoren und wird das vermutlich auch immer bleiben, komme was wolle. Er ist mein literarischer Krimigott, ich werde keinen anderen Krimigötter neben ihm haben. Amen. Und die von  Jo Nesbø geschaffene Figur Harry Hole ist mein Held und für mich der Alleinherrscher unter den Ermittlern.  Ich muss zugeben, ich war ein wenig skeptisch, ob mir dieses Buch außerhalb der Harry Hole-Reihe auch so gut gefallen würde. Ja, aber was soll ich sagen, auf Jo Nesbø ist einfach Verlass! An Harry Hole kommt Der Sohn nicht ganz ran, aber es war trotzdem so spannend und hat mich dermaßen in seinen Bann gezogen, dass ich die über 500 Seiten in zwei Tagen durch hatte.

 

The Improbability of Love von Hannah Rothschild

Die unglaubliche Geschichte eines verschollenen Gemäldes, das in einem Londoner Trödelladen wieder auftaucht und die Kunstwelt auf den Kopf stellt. Saudische Scheichs, rusische Oligarchen, gierige Kunsthändler, amerikanische Milliardäre… ihnen allen ist jedes Mittel recht, um an das Bild zu kommen. Obendrauf gibt es noch ein dunkles Familiengeheimnis, Mord, Geheimdienste, Liebe und einen fachlich fundierten Ausflug in die Welt der Kunst. Und das alles in nur einem Buch. Was will man eigentlich mehr?

Das Buch ist großartig. So urkomisch, so skurrill, so fesselnd, so spannend, so schön. Eines meiner Lesehöhepunkte dieses Jahr oder auch überhaupt, denn es ist wirklich einzigartig. The Improbability of Love ist eines der Bücher, das einen auch lange, nachdem man die letzte Seite gelesen hat, in seinem Bann hält und einen noch viele Stunden später wie auf Wolken gehen lässt. Eine ausführliche Rezension gibt es auch schon.

 

The Girls von Emma Cline

Kalifornien in den 1960er Jahren. Die 14-jährige Evie trifft in einem Park auf eine Gruppe von Mädchen, the Girls. Sie ist fasziniert von ihnen und ihrer freien, zwanglosen Art und verbringt immer mehr Zeit mt ihnen in ihrer Kommune auf einer alten, runtergekommenen Farm. Sex, Drugs and Rock’n’Roll – das Zeitalter der freien Liebe unter der Sonne Kaliforniens. Die Gemeinschaft auf der Farm zieht Evie in einen Bann. Dabei sieht sie nicht, welche Katastrophe sich anbahnt.

Auch dieses Buch verdient das Prädikat großartig. Selten hat mich ein Buch und seine Sprache so fasziniert. The Girls gehört ebenfalls zu meinen Lesehöhepunkten, dieses Jahr und überhaupt, und es ist ebenfalls ein Buch, das einen noch weit über die letzte Seite hinaus beschäftigt und nicht loslässt. Eine unbedingte Empfehlung! Auch für The Girls gibt es eine bereits eine Rezension.

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2 Gedanken zu “[Gelesen/Wrap Up] Juni

  1. Hallo Cornelia, einen schönen Blog hast du da! Sowohl der Stil deiner Rezensionen als auch deine Bücherauswahl spricht mich an! 😊 „The Improbability of Love“ ist vorgemerkt. Liebe Grüße und einen schönen Sommerabend! Mary

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    1. Hallo Mary, vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Es freut mich unheimlich, dass Dir mein Blog und mein Stil gefällt – und noch mehr freut es mich, dass ich Dich gleich von The Improbability of Love überzeugen konnte! Ich wünsche Dir jetzt schon mal viel Spaß beim Lesen, ich hätte das Buch am liebsten gleich noch einmal von vorne angefangen. 😉 Liebe Grüße, Cornelia

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