Die Montagsfrage

Jeden Montag stellt Svenja von Buchfresserchen auf ihrem Blog eine Frage, die sogenannte Montagsfrage. Jeder, der etwas zu dem Thema sagen möchte, hat nun eine Woche Zeit, diese Frage auf seinem Blog zu beantworten. Heute schließe ich mich dem auch zu ersten Mal an!

Falls ihr Klassiker lest: Habt Ihr (eine) besondere(n) Favoriten und wenn ja, warum?

Zuerst einmal: Ja, ich lese Klassiker. Leider nicht so häufig, daher ist auch einer meiner Lesevorsätze dieses Jahr jedes Jahr, mehr Klassiker in mein Leseleben einzubauen.

Bei der Frage nach meinen Lieblingsklassikern fällt mir zuerst Sara, die kleine Prinzessin (im Original: A Little Princess) von Frances Hodgson Burnett ein. Vielleicht ist die Autorin einigen von euch ein Begriff, aus ihrer Feder stammt nämlich auch Little Lord Fauntleroy, zu Deutsch Der kleine Lord. Und sein wir mal ehrlich – Weihnachten ohne Der kleine Lord? Nääääää…! Aber zurück zu Sara. Ich habe diesen britischen Kinderbuchklassiker das erste Mal im Grundschulalter gelesen und seitdem ist er mein ständiger Begleiter. Ich lese das Buch immer wieder mal, wahrscheinlich kann ich es inzwischen sogar auswendig, und liebe es noch wie am ersten Tag. Warum ich das Buch so liebe? Ich kann es gar nicht so genau sagen. Aber es hat einfach alles, was ein gutes Buch braucht: Eine sympathische, liebenswerte und kluge Protagonistin; die böse Gegenspielerin, Recht und Ungerechtigkeit, Spannung, eine (nicht ganz so) plötzliche Wendung und ein happy End. Mich hat es immer fasziniert (damals wie heute), dass Sara trotz allem Unglück nie ihren Stolz, ihre Würde und ihren Sinn für Gerechtigkeit verloren hat.

Ein weiterer Liebling unter den Klassikern ist für mich Der Untertan von Heinrich Mann. Wir haben das Buch damals, lang lang ist’s her, im Deutsch-LK gelesen. So habe ich das Buch kennengelernt und seitdem immer wieder gelesen. Denn was soll ich sagen? Ich finde es einfach großartig! Die Ironie mit der Heinrich Mann die Monarchie in Deutschland unter Kaiser Wilhelm II. portraitiert und sie auf die Familie und die Papierfabrik von Diederich Heßling überträgt, finde ich einfach fantastisch und wirklich urkomisch. Dieser Klassiker unterhät mich jedes Mal wieder aufs Neue unfassbar gut.

Ich könnte noch mehr Bücher nennen, z.B. Jane Eyre von Charlotte Brontë (besonders seit ich die wunderschöne Ausgabe der Penguin Clothbound Classics besitze!), Little Woman von Louisa May Alcott, Kabale und Liebe von Friedrich Schiller, Who’s Afraid of Virginia Woolf von Edward Albee oder The Catcher in the Rye von J. D. Salinger – aber dann würde das hier doch ausarten. 🙂

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2 Gedanken zu “Die Montagsfrage

  1. Ich mag Heinrich Böll total gerne, den habe ich erst neulich für mich in einem Gebrauchtbücherladen entdeckt und mir ein Buch von ihm gekauft. Ich finde es aber schade, wie viele Klassiker für unantastbar finden. Für viele geht ja nichts über Schiller und Goethe. Auch bei Klassikern darf man meckern, finde ich! He, das wäre doch mal eine gute Frage für den nächsten Montag: An welchem Klassiker habt ihr was zu meckern?

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    1. Oh, bei Böll habe ich tatsächlich noch Nachholbedarf – das wäre mal ein guter Lesevorsatz!
      Ja, Du hast Recht, ich finde es auch schade, dass Klassiker oft als unantastbar betrachtet werden. Auch Klassiker können Schwächen haben! Ha, ja, das wäre echt mal eine gute Montagsfrage.

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