[Gelesen im / Wrap Up] April

Der April war ein guter Lesemonat. Ich möchte sogar sagen, ein sehr guter. Selten gut. Insgesamt habe ich elf Bücher gelesen (in Zahlen: 11!), das kam schon lange nicht mehr vor. Ja gut, es waren nicht nur 600-Seiten-Wälzer, manche der Bücher waren auch eher Büchlein. Aber trotzdem klopfe ich mir hier mal kurz selbst auf die Schulter.

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Hier das Gelesene in chronologischer Reihenfolge plus kurzer Anmerkung von yours truely.

  • Madame Secretary von Madeleine Albright – Die Autobiographie der ehemaligen US-Außenministerin. DAS war jetzt tatsächlich ein 600-Seiten-Wälzer und jede einzelne Seite war ein Genuss! Ein großartiges Buch. Madeleine Albright nimmt den Leser mit auf eine Reise durch ihr Leben, vom tschechischen Flüchtlingsmädchen zur US-amerikanischen Außenministerin. Sie erzählt von ihrer Kindheit und Jugend, in der die Diplomatie und die Außenpolitik schon immer eine große Rolle gespielt hat und bringt dem Leser mit viel (trockenem) Humor, Sachverstand und stets einer großen Portion Menschlichkeit die oft komplexe Außenpolitik näher. Ich könnte noch viel, viel mehr schreiben, aber nein. Bitte lest dieses beeindruckende Buch selber!
  • The Coroner’s Lunch von Colin Cotterill – Das erste Buch der Krimireihe um den Gerichtsmediziner wider Willen Dr. Siri Paiboun, angesiedelt im Laos der 1970er Jahre. Ungewöhnlicher Rahmen (aber dadurch auch ungemein interessant!), interessante und liebenswerte Charaktere, eine spannende Handlung, fesselnd und humorvoll erzählt. Was will man mehr? Ich will noch mehr, und zwar alle weiteren Bücher der Reihe!
  • Der kleine Prinz von Antoine de saint-Exupéry – muss ich dazu wirklich noch etwas schreiben? Ein kleines, schönes Buch voller Weisheit.
  • In kalter Absicht von Anne Holt – Aus der Krimireihe um die norwegische Psychologin und Juristin Inger Vik. Spannend, aber ein bisschen spröde. So ganz gepackt hat es mich noch nicht, aber ich gebe den Büchern durchaus noch eine Chance.
  • Kolibri von Kati Hiekkapelto – Auftakt der finnischen Krimireihe um Kommissarin Anna Fekete. Spannend, intelligent geschrieben, packend, gute Geschichte. Bitte mehr davon!
  • The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society – Der zweite Weltkrieg und Liebe. Zwei Themen, um die ich eigentlich immer einen großen Bogen mache. Gleichzeitig aber auch die Liebe zu Büchern und viele Briefwechsel. Damit kriegt man mich ja immer! So auch hier. Liebenswerte Charaktere und eine wunderschöne Geschichte, die nie ins Kitschige abrutscht. Charming read, two thumbs up – wer hätte das gedacht!
  • Die Brüder Löwenherz von Astrid Lindgren – Eines meiner Lieblingsbücher von Astrid Lindgren. Ein bisschen Fantasy, ein bisschen Märchen, ein bisschen Thriller, ein bisschen Lebenslehre.
  • Weird Things Customers Say in Bookshops von Jen Campbell – Ich habe selber eine Zeit lang in einer Buchhandlung gearbeitet. Ich weiß, wovon Jen Campbell schreibt. Es ist alles wahr. Leider. Aber es ist auch sehr lustig. Ich jedenfalls habe auch viel gelacht und oft geschmunzelt. Das macht es etwas erträglicher.
  • Krähenmädchen und Narbenkind von Erik Axel Sund – Die ersten beiden Teile der Victoria Bergmann-Trilogie. Wie heißt es so schön in neudeutscher Manier? Oh mein Gott. Oh. Mein. Gott. Ich muss erstmal durchatmen. Und vielleicht was trinken. Und dann weiterlesen. Unfassbar gut.
  • The Dream Quest of Unknown Kadath von H. P. Lovecraft/I. N. J. Culbard – Mein erster Graphic Novel. Die Vorlage stammt von H. P. Lovecraft und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts veröffentlicht. Der Stil hat mich sehr an die Comic-Klasiker aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erinnert, an Daily Strips wie Dick Tracey. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich eh ein Comic-Fan bin. Auch die Geschichte hat mich gepackt, daher war es sicher nicht mein letzter Graphic Novel von I. N. J. Culbard nach der Vorlage von H. P. Lovecraft.
  • Washington Square von Henry James – Reiche Erbin wird von mittellosem charmantem Schönling umworben. Sie sagt ja, Vater sagt nein und droht mit Enterbung. Puuh, ein bisschen zäh. Ein bisschen dröge. Ein bisschen blutleer. Ich hätte mir mehr…. Leidenschaft gewünscht. Wahrscheinlich haben mir Jane Austen und die Brontës einfach falsche Vorstellungen von der Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts vermittelt.

 

Das war der April in Büchern. Wie sah es bei euch aus? Was liegt im Mai an? Was macht der SUB?

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu “[Gelesen im / Wrap Up] April

  1. Hallo,

    11 Bücher sind tatsächlich allerhand. 😉 Da bin ich ein bisschen neidisch, so viele habe ich schon ewig nicht mehr geschafft. Weird Things Customers Say in Bookshops von Jen Campbell würde mich aufgrund meiner eigenen Buchhändler-Vergangenheit auch sehr interessieren.

    Und noch was zum Bloggen: Es macht nichts, dass du gerade erst angefangen hast, du musst nur dran bleiben, dann wirds von allein! 😉

    Viele Grüße,
    Janine

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